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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 17.04.2019

Kein Versicherungsschutz bei Wasserschaden aufgrund Überlastung eines Drainagerohrs

Das Oberlandesgericht Hamm entschied, dass eine Verschlammung des Drainagerohres nicht zum versicherten Leitungswasserschaden im Sinne der VGB 2014 führt (Az. 20 U 148/16).

Im Streitfall drang bei Niederschlag Wasser in den Keller eines Wohnhauses ein. Grund dafür war, dass ein Drainagerohr, welches Regenwasser aus einem Fallrohr auf das Grundstück ableiten sollte, wegen der Verschlammung eines anderen Drainagerohrs überlastet gewesen und deshalb übergelaufen sei. Die Wohngebäudeversicherung der Hauseigentümerin lehnte eine Schadensregulierung ab. Die Klage der Hauseigentümerin blieb erfolglos.

Nach Auffassung des OLG Hamm liegt ein versicherter Leitungswasserschaden im Sinne der hier maßgeblichen VGB 2014 nicht vor. Das ausgetretene Wasser sei kein Leitungswasser, sondern Regenwasser und das Drainagerohr sei kein Zu- oder Ableitungsrohr der Wasserversorgung oder ein damit verbundener Schlauch im Sinne des § 6 Nr. 1 a VGB 2014. Des Weiteren sei das Regenfallrohr nebst Einlauf keine mit dem Rohrsystem der Wasserversorgung verbundene sonstige Einrichtung i. S. des § 6 Nr. 1 b VGB 2014.

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